USAupair

August






Prolog

<21.09.2008>

 

 ...irgendwie regt mich diese Seite grad auf òó.....die will nicht so wie ich das will Schreien...

Kapitel 1
<04.10.2008>

Nach langem Warten und langer "Ungeduld" kam nun endlich der Tag des Workshops. Pünktlich 7 Uhr samstags verließ ich mein geheiligtes Bettchen und nahm den 8:13er Zug Richtung City Leipzig. Was mich dort erwartete war...gähnende Leere. Nungut, wem konnt ich es schon verübeln um diese trostlose Zeit auf dem Hauptbahnhof herumzutorkeln? - ja abgesehen von mir... . Aber ich war aus gutem Grund hier. Mit einem kleinen Spaziergang durch das wunderschöne, versomgte Leipzig, sollte die restliche Zeit bis zum Termin um 9 Uhr totgeschlagen werden. Vorbei an kleinen Blümch- ....eeehh Straßenverkehrsampeln, Baustellen und stinkenden Autos kam ich meinem Ziel näher. Nach einpaar Schritten nahm ich die dritte Tür links und betrat die VHS Leipzig. Das knarzende Parkett der Treppen und Gänge verriet mein Kommen. An unseren Treffpunkt waren schon einige andere Aupairs eingetrudelt, darunter auch, zu meiner Überraschung, das bekannte Gesicht einer Schulkameradin. Mit freudiger Begeisterung begüßten wir uns und plauderten über Gott und die Welt. Doch schon nach kurzer Zeit war der Smalltalk beendet, da sich heraus stellte, dass sie an ihrem ersten Vorbereitungstreffen teinahm und ich an meinem Workshop. So kam es, dass ich sie im Laufe des Tages nicht mehr wiedersah. Nach guten 10min. Verspätung kam meine Ansprechpartnerin und wir begannen mit mehr oder weniger Hektik unseren Workshop. Neben Informationen, Kopien und Süßigkeiten gab es eine Menge an Fragen mit denen wir unsere Leiterin bombardierten. Doch sie beantwortete alles in einer seligen Ruhe und ließ es sich nicht nehmen unsere kuschlige Runde aus 9 Aupairgirls zu unterhalten. Auch wenn mal Englisch, mal Deutsch oder auch Denglisch gesprochen wurde, wir verstanden jedes Detail, was von uns verlangt wurde. So vergingen die Stunden mit Informationen über "erstes Telefongespräch mit der Gastfamilie", "College", "Banking", Versicherung", Driving", "Geschenke", "Ich packe meinen Koffer und nehme mit...", "Do's and Dont's" usw usw usw.... . Doch kaum hatte die Uhr eins geschlagen, klopfte es an der schweren Holztür und eine blonde Frau, mittleren Alters, steckte den Kopf herein. Was folgte war der Rausschmiss... . Da irgendetwas bei der Anmeldung des Workshops falsch gelaufen sein musste, hieß es nun das Feld zu räumen und sich einen anderen Platz zu suchen. Doch da Aupairs bekanntlich sehr flexibel sind (zumindest sein sollten^^), hatten wir schnell eine Lösung gefunden. Kaum das wir uns versahen, befanden wir uns aufeinmal in der Wohnung unserer Leiterin wieder. Nicht dass das Umstände bereitet hätte (vorallem für uns künftigen Aupairs nicht^.~), nein, im Gegensatz, diese Situation machte für uns allen einen noch gemütlicheren und sympatischeren Eindruck. Dafür mussten wir uns aber die letzen 3Std. noch einmal richtig ins Zeug legen. Trotz geistiger Abwesenheit, Kopfschmerzen und Tod...nein quatsch =)  ...und Müdigkeit, versuchten wir weiterhin tapfer das Gespräch zu verfolgen. Mit einer unheimlichen Geduld rückte der Mintuntenzeiger endlich auf 16:30Uhr und wir wurden mit einem großen Abschied entlassen. Vollgestopft mit Informationen, Begeisterung und Ungeduld auf das Aupairjahr trennten sich unsere Wege. Doch wir hoffen uns bald wieder sehen zu können.
....doch das ist eine andere Geschichte....

Kapitel 2 und 2 1/2 usw
later...

Kapitel 3
<29.8.09>
heute ist Samstag und ich bekam am Donnerstag von meiner Familie n GPS-Gerät, das konnte ich nun heute ausprobieren, indem ich mit Katie zur ner Bday-party nach Tacoma gefahren bin. Ok...etwas geschummelt haben wir auf dem Hinweg, denn June, meine Gastmum, ist mit den anderen 2 Kiddies voraus gefahren-wunderbare Gelegenheit also um das Navi auszuprobieren, nicht wahr?^^
Die Bdayparty fand in der Bowlingbahn statt und es waren ne menge Kinder eingeladen, dementsprechend laut war es auch, aber ok, waren ja nur 2 Std. Auf dem Rückweg war ich dann allein mit GPS und Katie. Ich wollte noch etwas einkaufen und so gab ich ein anderes Ziel ein. Irgendwie hab ich mich kurz vorm Ziel, d.h so ca 50m davor, glatt verfahren... Fred Meyer Store lag aber auch ziemlich verdeckt. Nunja, drinnen im Supermarkt verläuft man sich halb, weil alles so groß ist. Ich verbinde die Amis und Amerika einfach nur noch mit "Überdeminsional-GROß"! Große Autos, mit denen man überhaupt net in ne Parcklücke passt, große Supermärkte, bei denen man sich 1. verläuft und 2. überhaupt nicht an den großen Regalen hochkommt, große Eisbecher, bei denen einem beim bloßen Angucken schlecht wird und große Verpackungen, die für 3 Jahre reichen würden. Ok, soviel zu big USA, ich denke man muss es selber gesehen haben um zu verstehen, was ich meine. Vorhin habe ich Kartoffelsalat gemacht...achja große Kartoffeln haben sie auch xD, nicht, dass ich vergesse das zu erwähnen. Ich bin gespannt ob es denen schmeckt. Hier im Haus kann ich wohl nicht so kochen, backen, braten, whatever wie ich es mir vorgestellt hab, denn June versucht Süßes und Fettiges von den Kindern fernzuhalten, Mayo kam aber trotzdem in den Kartoffelsalat, was muss, das muss!

Kapitel 4
<30.8.09>
Sonntag...fast so wie in Dtl, naja mehr oder weniger. Ich versuche zumindest jede Woche in die Kirche zu gehen, was mir bisher auch immer gelungen ist (war ja bisher nur 2x...). Auch wenn die Familie evangelisch ist (wovon ich nicht viel mitbekomme), kann ich Katie jedesmal dazu ueberreden mit mir zu kommen, was Lois, eine Freundin der Familie, die uns immer mitgenommen hat, auf den Gedanken brachte, sie irgendwann zu konvertieren. Ich weiss ja nicht ob das funktioniert, aber gut. Nach der Kirche gibt es in der Cafeteria immer noch free Dounats und free Coffee or Tea, dabei lernt man viele nette Leute kennen. An diesem Sonntag begenete ich einem Mann, der vor laaaanger Zeit in der Schweiz gelebt hatte und somit Deutsch konnte. Er hat zwar manches verlernt aber verstehen tat ich ihn trotzdem.  Nach der Kirche brauchte ich erstmal einen Spaziergang, der sich ueberraschender Weise auf die 2 Std hinauslief. Dabei ging es ueber von Wald und Strassen bewachsene Huegel, die sich uebrigens gut fuers Autofahren machen lassen, denn hier kann man das "Berg abwaerts-Gas weg-rollen lassen" Prinzip ueben. Ich machte viele Pictures, welche ich auch teilweise schon ins Inernet gestellt habe.  Auf dem Rueckweg sprach mich unsere gegenueberliegende Nachbarin an, die gerade ihre Hecke beschnippelte. Wie auch die anderen, mochte sie Dtl und hatte Verwandschaft dort. Viele kennen auch Leipzig, Stuttgart, Regensburg und natuerlich Muenchen. Ich bin immer wieder erstaunt dadrueber, wie freundlich und offen die Amis doch sind (zumindest die, die ich bisher getroffen habe).
Am Nachmittag fand dann unser erstes Aupairmeeting in "Paint Defiance Park" statt. Alba, ein mexikanisches Aupair holte mich ab. In Tacoma angekommen, irrten wir hilflos hin und her, auf der Suche nach Artgenossen. Nach einiger Zeit fanden wir dann unser LCC und nach und nach trafen dann auch die restlichen aus der Gruppe ein, die haelfte deutsch, haelfte mexikanisch, einmal norwegisch, chinesisch und panamaisch (???) war. Eine Gastmutter, einer erst kuerzlich eingetroffenen Deutschen, lud uns kurzerhand zu einem Filmabend zu sich nach Hause ein. Sehr witzig, wie ich fand, aber dass nur bis zum Montag, als die ernstgemeinte Einladung per Email eintraf... . Ok, ich bin dabei!

Kapitel 5

<31.08.09>

Nachdem Alba und ich uns fuer den Tag zum Zoo im selben Park verabredet hatten, konnte der Montag kommen. Meine erste wirkliche Freizeitgestaltung mit Katie und Allie...eine kopfschmerzbereitende Zusammenstellung wie sich letztenendes herausstellte. Nunja, hinterher ist man immer schlauer. Also nichts ahnend, folgte ich Alba und ihren Kindern mit dem Volvo nach Tacoma. Alles lief gut. Vor dem Zoo nahm das Grauen seinen Lauf. Wir hatten Mitgliedskarten fuer den Zoo, wobei meine auf das vorherige Aupair ausgeschrieben war und ich somit nich hineindurfte. Die Kinder wurden sich selbstueberlassend in den Zoo gelassen, wo sie schreiend umher rannten. Kurzerhand kaufte ich mir ein neues Ticket, damit wenigstens ein Aupair bei den Kindern bleiben konnte, waehrend Alba noch versuchte in den Zoo zu kommen. Drinnen konnte ich die Kinder nicht wirklich baendigen. Mit Schreien und Bloedsinn hielten sie den Zoo und mich auf Trab und raubten mir schon am Anfang alle Nerven, Katie trug mit ihrem Rumgejammere, sie wolle das und sie wolle dies nicht, nicht gerade zu meinen Beruhigungsveruschen bei. Natuerlich versuchte ich ihr verstaenlich zumachen, dass wir ersteinmal warten muessten, doch das verschaerfte die Situation bloss noch mehr. Meine ersten Kopfschmerzen meldeten sich. In der KidsZone traf man auf viele Gleichaltrige und jeder kannte jeden. So konnte ich ein bisschen Hilfe bei "Bekannten" suchen. Endlich kam Alba. Zu allem Ueberfluss wusste ich nicht, das Amis zu jeden Auflug was zu Essen und Trinken mitnehmen, damit die Kinder ruhig blieben. Alba konnte mir hier aushelfen bis wir die erste Tiershow hinter uns hatten und zum Restaurant eilten. Doch das beendete das Verhalten der Kinder auch nicht. Allie machte was sie wollte und Katie versuchte zumindest etwas ruhig zu bleiben. Einsichtig sind die Kinder AUF KEINEN FALL! Ich lies sie auf einem Kamel reiten und Wellensittiche fuettern, aber ein "Danke" dafuer bekam ich nie. Was soll, kann ich mit leben, wenn die Kinder nur mal auf mich hoeren koennten. Allie war an diesem Tag wirklich nicht nett, dafuer gabs auch kein Eis, was sie dem Zoo natuerlich lauthals mitteilte. Alle Leute guckten und ich fands irgendwie peinlich mit einer staendig schreiende 4-jaehrigen durch den Zoo zu rennen.
Mit Kopfschmerzen und nicht mehr wirklich existierenden Nerven fuhren wir dann nach Hause, wo ich hoffte relaxen zu duerfen. Aber Tom, mein Gastvater, wollte unbedingt noch eine Bootstour machen, die ich nicht auslassen konnte. Natuerlich hielt das Rumgeschreie bis zum Abend an und ich weiss jetzt, dass ich in einem Jahr ohne Nerven nach Dtl zurueckkehren werde...

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